Naturheiltherapeut Kurs 2 Beginn

Anton Kummer • 7. März 2025

Schilddrüse und Geschlechtshormone – Ein Zusammenspiel aus naturheilkundlicher Sicht

Unser heutiger Kurs widmete sich zwei wesentlichen Säulen der hormonellen Regulation: der Schilddrüse und den Geschlechtshormonen. Beide Systeme sind eng miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig. Aus naturheilkundlicher Sicht gibt es viele Möglichkeiten, die Balance dieser Hormone sanft zu unterstützen und Störungen auf natürliche Weise entgegenzuwirken.


Die Rolle der Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein kleines, aber äußerst wichtiges Organ, das zahlreiche Stoffwechselprozesse reguliert. Sie produziert die Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3), welche den Energiehaushalt, die Wärmeproduktion und viele weitere Körperfunktionen steuern. Eine Unterfunktion (Hypothyreose) kann zu Müdigkeit, Gewichtszunahme und depressiven Verstimmungen führen, während eine Überfunktion (Hyperthyreose) Unruhe, Herzrasen und Gewichtsverlust verursachen kann.


Verbindung zwischen Schilddrüse und Geschlechtshormonen

Die Schilddrüse steht in enger Wechselwirkung mit den Geschlechtshormonen, insbesondere Östrogen, Progesteron und Testosteron. Ein Ungleichgewicht in einem dieser Systeme kann die Funktion des anderen beeinträchtigen:

  • Östrogenüberschuss kann die Umwandlung von T4 in das aktive T3 blockieren, was zu Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion führen kann.
  • Progesteronmangel kann die Schilddrüsenhormone aus dem Gleichgewicht bringen und verstärkt oft Symptome wie Haarausfall und Erschöpfung.
  • Testosteron hat ebenfalls eine indirekte Wirkung auf die Schilddrüse, indem es den Stoffwechsel beeinflusst.


Naturheilkundliche Ansätze zur Unterstützung der Schilddrüse

Um die Schilddrüse optimal zu unterstützen, setzen wir auf ganzheitliche Methoden:

  • Ernährung: Jodreiche Lebensmittel wie Algen, Fisch und Eier helfen bei der Hormonproduktion. Auch Selen (z. B. in Paranüssen) ist wichtig für die Umwandlung von T4 in T3.
  • Adaptogene Kräuter: Ashwagandha und Rhodiola können die Schilddrüsenfunktion ausbalancieren und Stress reduzieren.
  • Mikronährstoffe: Neben Jod und Selen sind Zink, Eisen und Vitamin D essenziell für eine gesunde Schilddrüse.


Geschlechtshormone natürlich regulieren

Ein ausgeglichener Hormonhaushalt ist entscheidend für das Wohlbefinden. Hier sind einige naturheilkundliche Methoden, um die Geschlechtshormone in Balance zu bringen:

  • Phytoöstrogene aus Kräutern: Rotklee und Mönchspfeffer können den weiblichen Zyklus unterstützen.
  • Lebensstil-Anpassungen: Regelmäßige Bewegung, Entspannungstechniken wie Yoga und eine ausgewogene Ernährung wirken regulierend auf die Hormonproduktion.
  • Leberentlastung: Die Leber spielt eine zentrale Rolle im Hormonstoffwechsel. Bitterstoffe wie Löwenzahn oder Mariendistel fördern den Abbau überschüssiger Hormone.


Fazit

Ein harmonisches Zusammenspiel von Schilddrüse und Geschlechtshormonen ist essenziell für unsere Gesundheit. Mit naturheilkundlichen Ansätzen wie einer gezielten Ernährung, pflanzlichen Helfern und einem bewussten Lebensstil können wir unseren Körper sanft unterstützen und hormonelle Dysbalancen ausgleichen. Der heutige Kurs hat verdeutlicht, wie wichtig es ist, diese Systeme als Einheit zu betrachten und auf natürliche Weise in Balance zu bringen.

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Es war ein sehr intensives Seminar mit spannenden Teilnehmern. Es entstanden Interessensgruppen für Gerson-Therapie, Budwig-Therapie, die wir auch gerne weiter betreuen. Auch hat sich bis zum nächsten Kurs ein kleines Projekt in Bezug auch die Matrix-Therapie ergeben. Die bindegewebige Matrix oder das Grundsystem nach Pischinger. Prof. Dr. med. Alfred Pischinger (1899–1983), der Wiener Histologe und Embryologe, hat im lebenden Organismus eine Grundregulation erkannt. Sie entfaltet sich im Zwischenraum zwischen den Zellen, den Blutgefäßen, den Lymphbahnen und den Nervenenden: Die Leistungsfähigkeit des Menschen entscheidet sich im Zwischenraum zwischen den Zellen, im Bindegewebe. Alle toxischen Stoffe, mit denen der Mensch durch Atem, Haut und Nahrung in Berührung kommt, breiten sich zwischen den Zellen aus. Setzen sie sich dort fest, weil der Abtransport nicht funktioniert, wird die Leistungsfähigkeit des Körpers vermindert. Alle Stoffe, die nicht in den Körper gehören und sich dort ablagern, sind für diesen Körper toxisch, auch wenn sie außerhalb nicht als Giftstoffe gelten. Das Bindegewebe, das jede einzelne unserer Körperzellen als einheitliches Organ umgibt, ist jene Übertragungs-Substanz, welche jeder Nährstoff und jedes Sauerstoff-Molekül auf dem Weg in die Zelle passieren muss, um intrazellulär verfügbar zu sein. Den gleichen Weg nehmen die vielfältigen Partikel, die dann so lange im Bindegewebe abgelagert werden, bis die Depots („Plaques“, „Gelosen“) übervoll sind. Die nicht mehr lagerbaren Stoffe erreichen dann die Körperzellen und behindern (ja verstopfen) die Zellmembranen als Einlass-Stellen für Mikronährstoffe. Aus diesem Grund ist der Körper so leistungsstark bzw. so gesund wie sein Grundsystem. Beteiligt am Stoffwechsel sind die Zellen eines Organs, die Blutgefäße, die Lymphgefäße, das vegetative Nervensystem, die extrazelluläre Flüssigkeit (hexagonales Körperwasser). Das weiche Bindegewebe macht 80% unseres Körpers aus. Es versorgt die Organzellen mit Sauerstoff, ernährt sie, entsorgt die Schlackenstoffe, die in den Zellen anfallen und leitet wichtige Botenstoffe aus dem Blut weiter. Gleichzeitig ist es die Heimat der Körperabwehr. Alle Stoffe, die in die Zellen gelangen sollen, müssen zunächst eine Transitstrecke im Grundsystem zurücklegen, erst dann können sie aufgenommen werden. Höchste Bedeutung, neben der Freiheit von Ablagerungen im Bindegewebes, hat der pH-Wert des Blutes und der Körperflüssigkeiten. Es entsteht ein „elektrostatischer Grundtonus“ im Organismus, welcher entscheidend dafür ist, ob, wie und in welcher Qualität die steuernden Substanzen (Hormone, Neurotransmitter, Neuropeptide und andere Substanzen) in die Zellen gelangen. Unsere zivilisatorische Übersäuerung, diese stille Volksseuche, hat unabsehbare Folgen! Was (nicht nur) für Sportler enorm wichtig ist. Das Projekt beinhaltet die Aktivierung dieses Grundsystems auf die möglichst günstigste und einfachste Weise mit dem größtmöglichen Nutzen auch auf die Mitochondrien. Wir dürfen gespannt sein.
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