Allgemeine Infos zur Ausbildung

Anton Kummer • 3. März 2023

Die Idee zur Ausbildung zum Naturheiltherapeuten entstand aus folgenden Tatsachen

  • Es gibt keine grundlegende naturheilkundliche/komplementärmedizinische Ausbildung für Laien in Österreich.
  •  Nach einem oder ein paar Wochenendseminaren kann man sich bei der Behörde den „Hilfesteller“/„Energetiker“-Gewerbeschein lösen und losarbeiten.
  • Es gibt ein unheimliches Potential und erfarhungsheilkundliches Wissen - altes und neues -, aber es wird nirgends systematisch vermittelt.
  • Das meiste Wissen zu diesen Themen wird heute von Firmen verkauft, die primär das Interesse haben, ihre Produkte an den Mann/Frau zu bringen und somit auch die Leistung des Vortragenden hauptsächlich auf Verkauf ausgerichtet ist.
  • Ein solider unabhängiger Grundstock an Wissen bleibt dabei auf der Strecke. 


Nachdem ich fast 15 Jahre Mitglied im VGNÖ – Verband der ganzheitlichen Naturheiltherapeuten – mit Gütesiegel war, und davon die letzten Jahre die Stellung des Rechtsbeauftragten inne hatte, gründete ich mit Kollegen 2019 den Verband der Naturheilkunde Österreichs – VNKÖ, um an der Qualitätssicherung zu arbeiten.


Mit dem VNKÖ – dem Verband der Naturheilkunde Österreich begannen wir im Jahr 2021 den ersten Lehrgang einer geplanten 3-jährigen Ausbildung zum „Naturheiltherapeuten“, der aber dann von der geplanten Impfpflicht im Jahr 2022 brüsk unterbrochen wurde. Nach einem Jahr Pause haben wir beschlossen wieder neu anzufangen – vorerst leider ohne dem VNKÖ. 


Ich habe im letzten Jahr die Ausbildung überarbeitet, verbessert und daran gefeilt. Sie soll praxisnah, verantwortungsvoll aber auch tiefgehend sein. Deshalb verlangen wir auch zwischen dem Seminaren Hausübungen bzw. Pflichtlektüren. 


Alle Seminare beinhalten:


  • physiologisches und naturheilkundliches Grundwissen
  • naturheilkundliche/komplementärmedizinische Diagnostik / Labor und Geräte
  • naturheilkundliche/komplementärmedizinische Arbeitswerkzeuge (Geräte) und Therapieansätze
  • naturheilkundliche/komplementärmedizinische Pharmakologie und Mittelkunde (verschiedene Systeme) z. B.

        - Komplexhomöopathie und Spagyrik

        - Vitalstoffkunde

        - Phytotherapie/Extrakte

        - Konstitutionsmittel und Mittel/Anwendungen aus traditionellen Heilsystemen

        - Spezialrezepturen


Die Grundausbildung ist die Voraussetzung zum Besuch der Weiterbildungsseminare zum "diplomierten Naturheilpraktiker VNKÖ". 


Danach soll die Möglichkeit zu einem weiteren Weiterbildungslehrgang auf zu steigen, der sich hautpsächlich mit einem tieferen Verstehen physiologischer Stoffwechsel- Hormon- und Nervensteuerungsvorgänge beschäftigen wird und wie und wo Mikro- oder Pflanzennährstoffe darauf Einfluss haben können. Stichwörter: Mitochondrien, vegetative Nervensystem, Biochemie der Hormone und Regulationssysteme, Stress-Syndrom, freie Radikale, NO-Stress u.v.m.


Dieser endet - ebenso wie der Naturheilpraktiker VNKÖ - mit dem Diplom zum "Naturheiltherapeuten VNKÖ"


Zusätzlich besteht die freiwillige Möglichkeit ein Versprechen abzulegen – in Anlehnung an den Hippokratischen Eid, welches ebenfalls dazu veröffentlicht werden soll, um auch einen ethnischen Qualitätsstandard zu versprechen. 


Damit wollen wir der „Abzockerei“ durch selbst ernannte Wunderheiler etwas entgegensetzen. 


Last but not least – noch die 1. Fassung des Versprechens für Naturheiltherapeuten. 


 

Das Versprechen des Naturheiltherapeuten


Ich verspreche, dass ich nach mei­nem ei­ge­nen Wis­sen und Ge­wis­sen dieses Versprechen und seine Ver­pflich­tung erfüllen wer­de: 


Meine naturheilkundlichen Diagnosen und Behandlungen wer­de ich nach mei­nem ei­ge­nen Wis­sen und Ge­wis­sen zum Nut­zen der Kran­ken an­wen­den, um die­se vor Scha­den und Feh­lern zu be­wah­ren. 


Auch werde ich niemals den Anschein erwecken, dass eine naturheilkundliche Diagnose oder Behandlung eine Ärztliche ersetzen kann. 


Niemals wer­de ich medizinische Diagnosen und Behandlungen machen, son­dern es de­nen über­las­sen, de­ren Ge­wer­be dies ist.


Auch werde ich weder von ärztlichen Behandlungen, Operationen und Verordnungen abraten oder eine laufende ärztliche Behandlung unterbrechen. 


 Ich werde Heilung weder versprechen noch gewährleisten, sondern den Patienten darüber informieren, dass eine naturheilkundliche, komplementärmedizinische Behandlung nicht gesund machen kann/will, sondern sie versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe und erfordert daher vom Patienten eine erhebliche therapeutische Anstrengung. 


Ich bemühe mich, mein ei­ge­nes Le­ben in Mäßigkeit und Frieden zu führen, das­sel­be gilt für mei­ne Be­rufs­tä­tig­keit.


 Was im­mer ich über das Le­ben von Men­schen in­ner­halb, aber auch außer­halb der Be­hand­lung sehe oder ver­neh­me, wer­de ich ver­schwei­gen.


Mir, der ich die­ses Versprechen erfülle, sei es ver­gönnt, Le­ben wie Be­ruf zu ge­nießen.

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Es war ein sehr intensives Seminar mit spannenden Teilnehmern. Es entstanden Interessensgruppen für Gerson-Therapie, Budwig-Therapie, die wir auch gerne weiter betreuen. Auch hat sich bis zum nächsten Kurs ein kleines Projekt in Bezug auch die Matrix-Therapie ergeben. Die bindegewebige Matrix oder das Grundsystem nach Pischinger. Prof. Dr. med. Alfred Pischinger (1899–1983), der Wiener Histologe und Embryologe, hat im lebenden Organismus eine Grundregulation erkannt. Sie entfaltet sich im Zwischenraum zwischen den Zellen, den Blutgefäßen, den Lymphbahnen und den Nervenenden: Die Leistungsfähigkeit des Menschen entscheidet sich im Zwischenraum zwischen den Zellen, im Bindegewebe. Alle toxischen Stoffe, mit denen der Mensch durch Atem, Haut und Nahrung in Berührung kommt, breiten sich zwischen den Zellen aus. Setzen sie sich dort fest, weil der Abtransport nicht funktioniert, wird die Leistungsfähigkeit des Körpers vermindert. Alle Stoffe, die nicht in den Körper gehören und sich dort ablagern, sind für diesen Körper toxisch, auch wenn sie außerhalb nicht als Giftstoffe gelten. Das Bindegewebe, das jede einzelne unserer Körperzellen als einheitliches Organ umgibt, ist jene Übertragungs-Substanz, welche jeder Nährstoff und jedes Sauerstoff-Molekül auf dem Weg in die Zelle passieren muss, um intrazellulär verfügbar zu sein. Den gleichen Weg nehmen die vielfältigen Partikel, die dann so lange im Bindegewebe abgelagert werden, bis die Depots („Plaques“, „Gelosen“) übervoll sind. Die nicht mehr lagerbaren Stoffe erreichen dann die Körperzellen und behindern (ja verstopfen) die Zellmembranen als Einlass-Stellen für Mikronährstoffe. Aus diesem Grund ist der Körper so leistungsstark bzw. so gesund wie sein Grundsystem. Beteiligt am Stoffwechsel sind die Zellen eines Organs, die Blutgefäße, die Lymphgefäße, das vegetative Nervensystem, die extrazelluläre Flüssigkeit (hexagonales Körperwasser). Das weiche Bindegewebe macht 80% unseres Körpers aus. Es versorgt die Organzellen mit Sauerstoff, ernährt sie, entsorgt die Schlackenstoffe, die in den Zellen anfallen und leitet wichtige Botenstoffe aus dem Blut weiter. Gleichzeitig ist es die Heimat der Körperabwehr. Alle Stoffe, die in die Zellen gelangen sollen, müssen zunächst eine Transitstrecke im Grundsystem zurücklegen, erst dann können sie aufgenommen werden. Höchste Bedeutung, neben der Freiheit von Ablagerungen im Bindegewebes, hat der pH-Wert des Blutes und der Körperflüssigkeiten. Es entsteht ein „elektrostatischer Grundtonus“ im Organismus, welcher entscheidend dafür ist, ob, wie und in welcher Qualität die steuernden Substanzen (Hormone, Neurotransmitter, Neuropeptide und andere Substanzen) in die Zellen gelangen. Unsere zivilisatorische Übersäuerung, diese stille Volksseuche, hat unabsehbare Folgen! Was (nicht nur) für Sportler enorm wichtig ist. Das Projekt beinhaltet die Aktivierung dieses Grundsystems auf die möglichst günstigste und einfachste Weise mit dem größtmöglichen Nutzen auch auf die Mitochondrien. Wir dürfen gespannt sein.
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Wir freuen uns! Die Akademie-Ausstattung nimmt Gestalt an.
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